
Nicht nur Hunde haben gelernt, um Leckerbissen vom Tisch zu bitten – auch Katzen können wahre Bettelkünstler sein!
Wie bei allen Tieren ist eine ausgewogene Ernährung entscheidend. Ebenso wichtig ist es jedoch zu wissen, welche Lebensmittel für Menschen auch für Katzen unbedenklich sind und in welchen Mengen man sie füttern kann, ohne dass die Katze an Gewicht zulegt. In diesem Artikel gehen wir auf die Ernährungsbedürfnisse von Katzen ein, erklären, welche menschlichen Lebensmittel Katzen essen dürfen und welche Sie unbedingt vermeiden sollten.
Was dürfen Katzen essen?

Heidelbeeren sind eine gesunde Frucht mit wenig Kalorien und vielen Nährstoffen.
Diese Dosen- und Trockenfutterdiäten mögen vielleicht langweilig wirken, aber sie gibt es aus gutem Grund.
Solange ein Futter die AAFCO-Aussage „vollständig und ausgewogen“ für das jeweilige Lebensalter Ihrer Katze trägt, deckt jedes handelsübliche Katzenfutter den gesamten Nährstoffbedarf Ihrer Katze und enthält alles, was sie zum Überleben und Gedeihen braucht.
Ich empfehle, dass Katzen mindestens 90 % ihrer täglichen Kalorien aus einer vollständigen und ausgewogenen Futterquelle erhalten und die restlichen 10 % aus gesunden Leckerlis bestehen dürfen. Mit dem Rechner der Pet Nutrition Alliance können Sie ausrechnen, wie viele Kalorien Ihre Katze als Hauptmahlzeit und als Leckerbissen zu sich nehmen kann. Bei einer gesunden Katze mit 10 Pfund Körpergewicht sind das nur 22 kcal an Leckerlis pro Tag.
Mit „Leckerlis“ ist dabei alles gemeint, was nicht aus Dosen- oder Trockenfutter stammt. Dazu gehören im Laden gekaufte Katzenleckerlis, die Scheibe Brot, die sie sich von der Theke klaut, oder die Kalorien aus der Butter, mit der Sie ihre Medikamente bestreichen. Es bezieht sich auch auf sämtliche „Menschennahrung“, die Sie mit Ihrer Katze teilen möchten.
Lebensmittel, die Katzen essen können

Katzen können kleine Mengen Avocado essen, aber nur das Fruchtfleisch.
Wenn Sie das Leben Ihres Katzenfreundes gelegentlich mit etwas Abwechslung bereichern möchten, fragen Sie sich sicher, welche Lebensmittel Katzen eigentlich essen dürfen.
Wenn Sie Ihrer Katze ein neues Lebensmittel anbieten, sollten Sie zunächst nur eine sehr kleine Menge geben und anschließend 24 bis 48 Stunden abwarten, um zu beobachten, ob es zu Verdauungsproblemen kommt. Erst wenn alles gut vertragen wurde, können Sie ihr eine etwas größere Portion anbieten.
1. Früchte

Katzen können einige Obstsorten als gesunden Snack genießen, da viele Früchte reich an Antioxidantien sind. Die meisten davon sind für Katzen unbedenklich, solange sie korrekt vorbereitet werden. Entfernen Sie bei allen Obstsorten Kerne, Schale und Grünanteile, bevor Sie sie verfüttern, und geben Sie Ihrer Katze nur eine kleine Menge pro Tag.
Hier sind 11 Früchte, die Sie Ihrer Katze füttern können:
- Heidelbeeren
- Wassermelone
- Erdbeeren
- Kantalupe
- Äpfel
- Pfirsiche
- Birnen
- Himbeeren
- Avocado
- Banane
- Mango
2. Gemüse

Obwohl Katzen obligate Fleischfresser sind und zum Überleben bestimmte Nährstoffe benötigen, können sie eine Vielzahl von Nahrungsmitteln als Leckerbissen zu sich nehmen.
Auch Ihre Katze kann Gemüse genießen! Die meisten Katzen mögen allerdings kein rohes Gemüse, da die harte, knusprige Konsistenz sie oft abschreckt – aber wenn Sie es kochen, greifen viele Katzen gern zu.
Wie bei obstgeeigneten Sorten sollten Sie auch beim Gemüse die Schale und Kerne entfernen, bevor Sie es Ihrer Katze anbieten. Eine gute Faustregel lautet: Bereiten Sie das Gemüse so zu, wie Sie es auch für sich selbst zubereiten würden – nur ohne Gewürze, Öl oder Salz.
Hier ist eine Liste mit 12 unbedenklichen Gemüsesorten, die Ihrer Katze schmecken könnten:
- Zucchini
- Karotten
- Kürbis
- Quetschen
- Gurke
- Brokkoli
- Erbsen
- Grüne Bohnen
- Spinat
- Rote Beete
- Süßkartoffel
- Gekochte Kartoffeln
3. Fleisch und Fisch

Ein besonderer Leckerbissen für Ihre Katze kann ein kleines Stück Fleisch oder Fisch sein. Katzen dürfen grundsätzlich alle Arten von knochenlosem Fleisch und filetiertem Fisch in kleinen Mengen fressen. Entfernen Sie jedoch unbedingt große Mengen Fett und Knorpel, bevor Sie das Fleisch anbieten.
Bedenken Sie auch, dass rohes Fleisch oder roher Fisch Parasiten und Bakterien enthalten kann, die bei Katzen Krankheiten auslösen. Geben Sie Ihrer Katze daher ausschließlich gekochtes Fleisch oder gekochten Fisch.
Auch wenn Fleisch und Fisch nahrhaft sind, sind sie nicht vollständig ausgewogen und haben einen hohen Kaloriengehalt. Füttern Sie deshalb nur eine teelöffelgroße Menge pro Tag und passen Sie die Portionsgröße des regulären Abendessens entsprechend an.
Möglicherweise möchten Sie Ihrer Katze eine dieser 13 Fleisch- oder Fischsorten anbieten:
- Rindfleisch
- Schweinefleisch
- Lamm
- Huhn
- Garnelen
- Sardinen
- Lachs
- Thunfisch (in Quellwasser, nicht in Salzlake oder Öl)
- Weißfisch (Kabeljau, Schellfisch, Tilapia)
- Wild
- Wild (Kaninchen, Fasan, Taube o.ä.)
- Innereien, wenn Sie einen Schlachtkörper selbst zubereiten
- Ente und Gans
Lebensmittel, die Katzen nicht essen können
Vergessen Sie nicht, dass es einige Lebensmittel gibt, die Sie Katzen niemals geben sollten, weil sie giftig sind oder leicht Magenprobleme verursachen können.
1. Zwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch

Einige Nahrungsmittel sind für Katzen giftig und sollten niemals verfüttert werden, auch nicht als gelegentlicher Leckerbissen.
Zwiebeln, Knoblauch, Schnittlauch und andere Mitglieder der Lauchfamilie schädigen die roten Blutkörperchen und können eine Anämie verursachen.
Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass Ihre Katze eine rohe Zwiebel frisst, sollten Sie bei gekochten Zwiebeln vorsichtig sein – sie sind in vielen menschlichen Gerichten enthalten.
2. Alkohol

Alkohol ist für Katzen noch gefährlicher als für Menschen, da sie ihn viel langsamer abbauen können. Geben Sie Ihrer Katze niemals Alkohol und wenden Sie sich sofort an den Tierarzt, wenn Sie vermuten, dass sie welchen aufgenommen hat.
3. Koffein (Kaffee und koffeinhaltige Getränke)

Bei all der Heimarbeit kommt es schnell vor, dass Ihre Katze sich in Ihr Büro schleicht. Lassen Sie sie jedoch niemals an Kaffee, Energydrinks oder anderen koffeinhaltigen Getränken nippen. Katzen vertragen Koffein deutlich schlechter als Menschen, und schon sehr kleine Mengen können gefährlich sein. Achten Sie außerdem darauf, dass Kaffeesatz außer Reichweite bleibt.
Viele Katzen spielen auch gern mit heruntergefallenen Nespresso-Kapseln – schließlich lassen sie sich wunderbar über den Boden schubsen. Stellen Sie sicher, dass solche Kapseln sofort eingesammelt und sicher entsorgt werden.
4. Schokolade

Katzen fressen zwar seltener versehentlich Schokolade als Hunde, aber sie ist für sie genauso giftig. Der darin enthaltene Stoff Theobromin wirkt ähnlich wie Koffein und kommt in allen Schokoladensorten vor – mit besonders hohen Konzentrationen in Produkten mit hohem Kakaoanteil. Je dunkler die Schokolade, desto größer das Risiko. Auch Schokolade zum Backen und Kakaopulver enthalten Theobromin, daher sollten Sie sie unbedingt sicher und außer Reichweite Ihrer Katze aufbewahren.
4. Trauben

Man geht davon aus, dass Weintrauben für Katzen ebenso giftig sind wie für Hunde. Bis vor Kurzem war unklar, warum manche Hunde nach dem Verzehr von Weintrauben, Rosinen oder Sultaninen schwer erkrankten, während andere keine Symptome zeigten. Mittlerweile gibt es Fortschritte, und es könnte ein Zusammenhang mit einer Weinsäurevergiftung bestehen.
Nun gilt es noch herauszufinden, ob Weintrauben für Katzen tatsächlich dieselbe Gefahr darstellen. Bis wir dazu mehr wissen, ist Vorsicht jedoch die beste Entscheidung!
5. Rohes Fleisch

Auch wenn Sie Ihrer Katze rohe Eier oder rohes Fleisch geben möchten, sollten Sie sehr vorsichtig sein. Wir Menschen kochen Lebensmittel, um das Risiko von Infektionen wie Salmonellen oder E. coli sowie von Parasiten zu reduzieren – und Katzen sind diesen Gefahren genauso ausgesetzt wie wir.
Sie können Ihrer Katze durchaus gelegentlich Fleisch, Eier oder Fisch als Leckerbissen anbieten, sollten diese Lebensmittel jedoch genauso zubereiten, wie Sie es für sich selbst tun würden. So verringern Sie das Risiko, dass Ihre Katze eine durch Lebensmittel übertragene Krankheit bekommt.
6. Milch und die meisten Milchprodukte

Um den Milchzucker in der Muttermilch zu verdauen, produzieren Kätzchen auf natürliche Weise ein Enzym namens Laktase. Wenn sie älter werden, produzieren sie weniger von diesem Enzym und viele entwickeln eine Laktoseintoleranz.
Die meisten Katzen vertragen keine Laktose. Deshalb sollten sie keine Milch, keinen Käse und keine anderen Milchprodukte bekommen, um Magenverstimmungen zu vermeiden. Stattdessen können Sie spezielle „Katzenmilch“ verwenden – sie ist laktosefrei und für Katzen gut verträglich.
7. Hundefutter

Katzen sollten niemals regelmäßig Hundefutter bekommen. Wenn Ihre Katze einmal eine kleine Menge erwischt, ist das kein Grund zur Sorge – doch langfristig ist Hundefutter ungeeignet, da es nicht genügend Taurin enthält, einen für Katzen lebenswichtigen Nährstoff.
8. Xylitol

Auch Lebensmittel, die Xylitol (auch als E967 oder INS 967 bekannt) enthalten, sind für Katzen giftig. Dieser künstliche Süßstoff steckt in vielen zuckerfreien Produkten und in „Diät“-Varianten beliebter süßer Getränke und Snacks.
Die Ernährungsbedürfnisse Ihrer Katze – Brauchen Katzen Leckerlis?

Um zu verstehen, was Katzen essen können und was nicht, müssen wir ihre Nährstoffbedürfnisse verstehen.
Obligatorische Fleischfresser – Katzen brauchen Fleisch zum Überleben

Rohes Hühnermuskelfleisch, Innereien und Knochen sollten einen kleinen Anteil der Ernährung Ihrer Katze ausmachen.
Katzen sind „obligatorische Fleischfresser“, das bedeutet, dass sie Fleisch brauchen, um zu überleben. Das heißt zwar nicht, dass sie ausschließlich Fleisch fressen können oder dass sie pflanzliche Nahrung gar nicht verdauen können, aber Pflanzen liefern nicht die Nährstoffe, die Katzen benötigen, um gesund zu bleiben.
Der entscheidende Punkt ist Taurin, eine Aminosäure.
Hunde, Katzen und Menschen benötigen alle Taurin. Der Unterschied: Menschen und Hunde können Taurin aus anderen Aminosäuren wie Methionin selbst herstellen – Aminosäuren, die sie auch aus pflanzlicher Nahrung gewinnen können. Katzen hingegen können Taurin nicht selbst produzieren und müssen es daher über tierische Quellen aufnehmen.
Katzen hingegen verfügen nicht über die nötigen Mechanismen, um Taurin selbst herzustellen – zumindest nicht in ausreichender Menge.
Sie können so viel Methionin fressen, wie sie möchten, doch sie werden daraus kein Taurin produzieren können.
Das bedeutet: Katzen, die ausschließlich pflanzliche Nahrung bekommen, erhalten kein Taurin – und ohne Taurin sterben Katzen innerhalb kurzer Zeit.
Fleisch hingegen enthält Taurin. Deshalb müssen Katzen Fleisch fressen, um zu überleben.
Makro- und Mikronährstoffe

Alle Diäten bestehen im Wesentlichen aus den drei „Makronährstoffen“ Protein, Kohlenhydraten, Fett und Wasser. Diese sind alle wichtig für Wachstum und Energie.
1. Eiweiß

Protein ist eine wichtige Energie- und Aminosäurequelle für Katzen, und – wie bereits erwähnt – sollten sie den Großteil ihres Proteins aus Fleisch beziehen. Laut AAFCO, die in den USA die Standards für Tierfutter festlegt, sollten erwachsene Katzen eine Nahrung erhalten, die mindestens 26 % Protein (auf Trockenmassebasis) enthält.
2. Fett

Fett ist eine wichtige Energiequelle und liefert pro Gramm etwa doppelt so viel Energie wie Protein oder Kohlenhydrate. Außerdem ermöglicht es die Aufnahme und den Transport vieler fettlöslicher Vitamine und Omega-3-Fettsäuren. Katzenfutter sollte mindestens 9 % Fett (auf Trockenmassebasis) enthalten, wobei der tatsächliche Fettgehalt oft deutlich höher sein kann.
3. Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind für Katzen nicht lebensnotwendig, können aber eine gut verwertbare Energiequelle darstellen. Da das Verdauungssystem von Katzen jedoch auf die Verarbeitung von Proteinen ausgerichtet ist, kann es sein, dass sie komplexere Kohlenhydrate nur schwer verdauen.
4. Vitamine und Mineralien

Wie andere Tierarten benötigen auch Katzen eine Vielzahl an Mikronährstoffen, um gesund zu bleiben. Einige Vitamine kann der Körper Ihrer Katze selbst herstellen, andere müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Vitamin A und Niacin gehören zu den Vitaminen, die Katzen zwingend über ihre Ernährung aufnehmen müssen.
Außerdem gibt es 12 Mineralstoffe, die für Katzen als essenziell gelten, darunter Kalzium, Phosphor und Magnesium. Allerdings kann bei all diesen Mineralstoffen ein Zuviel genauso problematisch sein wie ein Zuwenig.
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https://nap.nationalacademies.org/catalog/10668/nutrient-requirements-of-dogs-and-cats







