10 bedenkliche Inhaltsstoffe in Katzenfutter, die Sie vermeiden sollten

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Medizinisch geprüft von Dr. Lizzie Youens BSc (Hons) BVSc MRCVS
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Fragwürdige Katzenfutterzutaten, die Sie vermeiden sollten

Kirsten McCarthy / Cats.com

Ihre Katze hat vielleicht ihre eigene Liste an Zutaten, bei denen sie sofort die Nase rümpft. Doch als Katzenernährungsberaterin lege ich bei der Futterqualität deutlich strengere Maßstäbe an. Die schlechtesten Katzenfutterzutaten tragen entweder nichts zum Nährwert bei oder können die Gesundheit Ihrer Katze sogar aktiv beeinträchtigen.

Auch wenn jede Katze ihre eigenen Vorlieben und individuellen Ernährungsbedürfnisse hat, gibt es bestimmte Zutaten, die alle Katzen vermeiden sollten. Nachdem ich mir die wissenschaftlichen Fakten zu den umstrittensten Katzenfutterzutaten genau angeschaut habe, habe ich die 10 wichtigsten zusammengestellt, auf die Sie beim Kauf von Katzenfutter besser verzichten sollten.

Potenziell schädliche Inhaltsstoffe in Katzenfutter

Ein kurzer Blick auf die Zutatenliste auf dem Etikett eines Katzenfutters kann Ihnen bereits viel über die Qualität des Produkts verraten. Diese Liste zeigt Ihnen, wann es besser ist, ein Futter von minderer Qualität direkt wieder ins Regal zurückzustellen.

1. Künstliche Farbe

Menschen essen oft zuerst „mit den Augen“, aber die meisten Haustiere tun das nicht. Für Katzen entscheidet der Geruch, ob ein Futter überhaupt relevant ist. Hersteller von preiswertem Katzenfutter wie Purina behaupten oft, dass künstliche Farbstoffe ihren Produkten „ein ansprechenderes und appetitlicheres Aussehen“ verleihen. Doch für wen sollen sie ansprechend sein?

Selbst wenn Ihre Katze blind wäre, erkennt sie mit einem einzigen Schnuppern, ob ihr das Futter schmeckt. Farbstoffe in Katzenfutter sind nicht nur weitgehend überflüssig, es gibt auch Bedenken, dass einige synthetische Varianten schädlich sein könnten. Wir empfehlen daher, künstliche Farbstoffe zu vermeiden, insbesondere wenn natürliche Alternativen wie Kurkuma oder Rote Beete den gewünschten Effekt erzielen.

Künstliche Farbstoffe wie Rot Nr. 40, Blau Nr. 2 sowie Gelb Nr. 5 und Nr. 6 wurden mit ernsthaften gesundheitlichen Auswirkungen beim Menschen und in einigen Studien an Nagetieren in Verbindung gebracht. Für Katzen sind jedoch weitere Untersuchungen notwendig. Zudem haben synthetische Farbstoffe nicht immer Nummern. Eisenoxid wird zum Beispiel häufig eingesetzt, um günstigem Katzenfutter eine rote, fleischige Farbe zu geben.

2. Künstliches Aroma

Das Aroma lockt Ihre Katze zum Napf, und der Geschmack sorgt dafür, dass sie dabeibleibt. Katzen sind reine Fleischfresser und bevorzugen grundsätzlich den Geschmack von Fleisch gegenüber Getreide. Dennoch greifen Tierfutterhersteller zu verschiedenen Tricks, um pflanzliche Bestandteile so wirken zu lassen, als würden sie nach dem fleischigen Futter schmecken, das Ihre Katze eigentlich möchte.

Aromastoffe in Tierfutter sind manchmal nur schwer zu erkennen, es sei denn, sie sind ausdrücklich mit dem Wort „Aroma“ gekennzeichnet. Hühnerleberaroma ist zum Beispiel ein synthetischer Aromazusatz. Weniger offensichtlich ist etwas wie Natriumnitrat. In den USA wird es sowohl als Farb- als auch als Geschmacksverstärker in kommerziellem Katzenfutter eingesetzt, während es in anderen Ländern wegen möglicher krebserregender Eigenschaften verboten ist.

Ein weiterer umstrittener Geschmacksstoff ist Tierverdauung, die aus hydrolysiertem tierischem Gewebe hergestellt wird. Aus welchem Gewebe genau? Das muss nicht angegeben werden. Tierverdauung ist nicht grundsätzlich ein Hinweis auf minderwertiges Futter, aber da die Herkunft unklar bleibt, kann die Sicherheit fraglich sein.

3. Carrageen

Carrageen wird aus Rotalgen gewonnen und dient als Verdickungsmittel, das häufig in Nassfutter für Katzen mit Soße eingesetzt wird. Es wirkt zudem als Emulgator, um eine gleichmäßigere Textur zu erzielen. Obwohl es von der FDA als sicher eingestuft wird, sind weitere Untersuchungen notwendig. Denn abgebautes Carrageen ist dafür bekannt, entzündliche Nebenwirkungen, Magen-Darm-Geschwüre und eine schlechte Darmgesundheit bei Tieren zu verursachen.

Abgebautes Carrageen ist zwar nicht die Variante, die in Tierfutter verwendet wird, doch es gibt bislang keine endgültigen Daten zur Sicherheit und Wirkung von Carrageen allgemein. Studien zeigen, dass selbst Carrageen in Lebensmittelqualität Entzündungen auslösen kann, wenn es direkt auf Leber- oder Dickdarmzellen trifft. Da Carrageen nicht vom Darm aufgenommen wird (aber die Zellen im Dickdarm erreichen kann), bleibt unklar, ob seine Wirkung ähnlich schädlich wäre wie die von abgebautem Carrageen.

4. Hochraffinierte Körner

Während eine artgerechte Ernährung für Katzen vor allem aus Fleisch besteht, weisen Tierernährungswissenschaftler darauf hin, dass nährstoffreiche pflanzliche Lebensmittel durchaus eine sinnvolle Ergänzung sein können. Vollkorn und stärkearmes Gemüse gelten im Allgemeinen als gut verträglich und können wichtige Nährstoffe liefern. Stark verarbeitetes Getreide hingegen eher nicht.

Der in Katzenfutter eingesetzte Weizen und Mais ist meist raffiniert – dabei wurden die nährstoffreiche Kleie und der Keim entfernt. Katzenfutter minderer Qualität stützt sich stark auf Zutaten wie Weizenmehl und gemahlenen Mais, die häufig als günstige Füllstoffe dienen, um das Produkt zu strecken.

Raffinierte Getreide dienen außerdem als preiswerte Proteinquelle. Maisklebermehl und Weizenkleber sind typische Beispiele. Wenn solche Zutaten auf dem Etikett eines Katzenfutters noch vor tierischen Proteinen stehen, ist das Futter vermutlich nicht artgerecht. Es ist zudem erwähnenswert, dass…

5. Hülsenfrüchte

Bohnen, Linsen und Kichererbsen auf separaten Holzlöffeln

Hülsenfrüchte stellen keine geeignete Nährstoffgrundlage für die Ernährung von Katzen dar. Dream79 / Shutterstock.com

Hülsenfrüchte rückten 2018 in den Fokus der Diskussion über Tierernährung, als die FDA eine Untersuchung zu einem möglichen Zusammenhang zwischen getreidefreien Futtersorten und dilatativer Kardiomyopathie (DCM) bei Haustieren einleitete. In den darauffolgenden Jahren zeigten mehrere Updates, dass ein möglicher Zusammenhang zwischen Ernährung und DCM ein komplexes Thema ist. Die Kontroverse führte jedoch dazu, dass Boutique-Hersteller, exotische Zutaten und getreidefreie Produkte intensiver unter die Lupe genommen wurden.

Diese kritische Auseinandersetzung brachte einen neuen Trend in der Tiernahrungsbranche hervor. Anstelle getreidefreier Produkte beginnen Hersteller nun, hülsenfruchtfreie Futtersorten anzubieten. Unsere Experten sind sich einig, dass Hülsenfrüchte keine geeignete Grundlage für die Nährstoffversorgung von Katzen darstellen.

Wie alle pflanzlichen Lebensmittel enthalten Hülsenfrüchte Lektine, die der Pflanze als Schutz vor Schädlingen und Mikroorganismen dienen. Lektine können Entzündungen fördern und die Verdauung beeinträchtigen. Noch problematischer sind jedoch Antinährstoffe, die bestimmte Nährstoffe wie Kalzium und Eisen binden und damit deren Aufnahme im Körper Ihrer Katze reduzieren können. Das Einweichen von Hülsenfrüchten vor dem Kochen kann den Phytinsäuregehalt senken, ist jedoch in der Tierfutterproduktion normalerweise kein üblicher Verarbeitungsschritt.

6. PFAS

Einige Hersteller fügen dem Tierfutter nicht nur direkt Konservierungsstoffe hinzu, sondern behandeln auch die Verpackung, um die Haltbarkeit zu verlängern. Zu den für Katzen potenziell gefährlichsten Stoffen gehören dabei die sogenannten Per- und Polyfluoralkylsubstanzen, kurz PFAS. Wenn PFAS auf Tierfutterverpackungen aufgetragen werden, verlangsamen sie die Oxidation von Fetten und schützen das Futter vor Feuchtigkeit.

Auch wenn Ihnen der Begriff PFAS vielleicht nicht vertraut ist, kennen Sie vermutlich Teflon – das ist im Grunde dasselbe. Das Problem bei PFAS ist, dass es sich um das handelt, was die Environmental Working Group (EWG) als „ewige Chemikalien“ bezeichnet. Sie bauen sich in der Umwelt nicht ab und bleiben jahre- oder sogar jahrzehntelang im Körper, was möglicherweise zu Problemen wie Unfruchtbarkeit, Nierenerkrankungen und Hodenkrebs beitragen kann.

Im Jahr 2022 identifizierte die EWG PFAS auf Tierfutterverpackungen von sieben großen Marken, darunter Purina, Blue Buffalo, Iams und Rachael Ray Nutrish. In der Folge haben zahlreiche US-Bundesstaaten die Verwendung von PFAS in Tierfutterverpackungen verboten.

7. Sojaprodukte

Wenn es um Füllstoffe in preisgünstigem Katzenfutter geht, werden Mais, Weizen und Soja oft in einem Atemzug genannt. Sojaprodukte wie Sojamehl dienen häufig als kostengünstige Proteinquelle. Pflanzliche Proteine sind jedoch nicht nur biologisch weniger wertvoll als tierische, sondern gerade Soja bringt für Katzen zwei mögliche Probleme mit sich.

Sojaprodukte enthalten – wie andere Hülsenfrüchte auch – Phytinsäure. Futtermittel mit hohem Sojaanteil können für Katzen schwer verdaulich sein, und die Phytinsäure kann die Aufnahme wichtiger Nährstoffe beeinträchtigen. Das größere Risiko liegt jedoch im hohen Gehalt an Isoflavonen in Soja. Isoflavone sind eine Form pflanzlicher Östrogene, sogenannte Phytoöstrogene. Sie imitieren die Wirkung körpereigener Hormone und können negative gesundheitliche Folgen haben. Besonders … Sojaprodukte können zudem sehr schädlich für die Leber einer Katze sein.

8. Süßstoff

Wenn es um Füllstoffe in preisgünstigem Katzenfutter geht, werden Mais, Weizen und Soja oft in einem Atemzug genannt. Sojaprodukte wie Sojamehl dienen häufig als kostengünstige Proteinquelle. Pflanzliche Proteine sind jedoch nicht nur biologisch weniger wertvoll als tierische, sondern gerade Soja bringt für Katzen zwei mögliche Probleme mit sich.

Sojaprodukte enthalten – wie andere Hülsenfrüchte auch – Phytinsäure. Futtermittel mit hohem Sojaanteil können für Katzen schwer verdaulich sein, und die Phytinsäure kann die Aufnahme wichtiger Nährstoffe beeinträchtigen. Das größere Risiko liegt jedoch im hohen Gehalt an Isoflavonen in Soja. Isoflavone sind eine Form pflanzlicher Östrogene, sogenannte Phytoöstrogene. Sie imitieren die Wirkung körpereigener Hormone und können negative gesundheitliche Folgen haben. Besonders … Sojaprodukte können zudem sehr schädlich für die Leber einer Katze sein.

Wenn es um Füllstoffe in günstigem Katzenfutter geht, werden Mais, Weizen und Soja oft zusammen genannt. Sojaprodukte wie Sojamehl werden häufig als preiswerte Proteinquelle eingesetzt. Pflanzliche Proteine sind jedoch nicht nur biologisch weniger wertvoll als tierische, sondern gerade Soja bringt für Katzen zwei potenzielle Probleme mit sich.

Sojaprodukte enthalten – wie andere Hülsenfrüchte auch – Phytinsäure. Futter mit einem hohen Anteil an Soja kann für Katzen schwer verdaulich sein, und die Phytinsäure kann die Aufnahme wichtiger Nährstoffe beeinträchtigen. Das größere Risiko liegt jedoch im hohen Gehalt an Isoflavonen in Soja. Isoflavone sind eine Form pflanzlicher Östrogene, sogenannte Phytoöstrogene. Sie ahmen die Wirkung natürlicher Hormone nach und können gesundheitlich negative Folgen haben. Besonders … Sojaprodukte können zudem sehr schädlich für die Leber einer Katze sein.

9. Synthetische Konservierungsmittel

Um die Haltbarkeit zu verlängern, werden die meisten handelsüblichen Katzenfutter auf irgendeine Weise konserviert. Dosenfutter wird in luftdichten Behältern erhitzt, wodurch es steril wird. Trockenfutter wird häufig mit Antioxidantien konserviert, die dabei helfen, die Oxidation von Fetten sowie den Abbau wasserlöslicher Nährstoffe zu verhindern.

Natürliche Konservierungsstoffe wie gemischte Tocopherole und Rosmarinextrakt gelten im Tierfutter als unbedenklich, doch einige synthetische Konservierungsstoffe können problematisch sein. Zu den bedenklichsten gehören Butylhydroxyanisol (BHA) und Butylhydroxytoluol (BHT). Diese Stoffe werden bei Katzen in hohen Mengen mit allergischen Reaktionen sowie Nieren- und Leberschäden in Verbindung gebracht. [11] Studien zeigen zudem, dass BHA potenziell krebserregend sein kann.

Ethoxyquin, ein chemisches Konservierungsmittel, das ursprünglich als Pestizid zugelassen wurde, ist von der FDA für den Einsatz in Tierfutter genehmigt, in Europa und Australien jedoch verboten. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu möglichen schädlichen Auswirkungen von Ethoxyquin sind nicht eindeutig, dennoch bleibt dieser Inhaltsstoff umstritten.

10. Vitamin K3

Vitamin K ist für die normale Blutgerinnung unerlässlich. Da Bakterien im Dickdarm die natürliche Form (Vitamin K2 bzw. Menachinon) selbst herstellen, benötigen die meisten Katzen nur sehr geringe Mengen über die Nahrung – ein Mangel tritt daher selten auf. Die häufigste Ursache für einen akuten Vitamin-K-Mangel bei Katzen ist eine Vergiftung durch den Verzehr von Rodentiziden.

Eine synthetische Form von Vitamin K, Vitamin K3, wirkt zwei- bis dreimal so stark wie das natürlich vorkommende Vitamin. Auf Etiketten von Tierfutter erscheint es häufig als Menadion-Natriumbisulfit-Komplex (MSBC) oder einfach als Menadion und wird manchmal als kostengünstige Vitamin-K-Quelle eingesetzt. Da Katzen nur einen sehr geringen Bedarf an Vitamin K über die Nahrung haben, können hohe Dosen infolge von Rezepturfehlern toxisch wirken.

Eine Quelle wies 2020 darauf hin, dass MSBC von der AAFCO ursprünglich nur für die Verwendung in Geflügelfutter empfohlen wurde, nicht für Tiernahrung. Inzwischen hat eine von der Association of American Feed Control Officials (AAFCO) eingesetzte Expertengruppe die wissenschaftlichen Daten geprüft und eine Stellungnahme veröffentlicht, in der MSBC für Hunde und Katzen als unbedenklich eingestuft wird. Unsere Experten sind jedoch der Ansicht, dass die Kontroverse um dieses synthetische Ergänzungsmittel und die möglichen Risiken einer Vitamin-K-Toxizität weiterhin Vorsicht erforderlich machen.

Die fischigen Fünf von Cats.com

Vielleicht haben Sie schon von den „Dirty Dozen“ gehört. Dabei handelt es sich um eine Liste, die die EWG jedes Jahr veröffentlicht und in der die 12 Obst- und Gemüsesorten aufgeführt sind, die die höchsten Pestizidrückstände aufweisen. Und jetzt präsentieren wir Ihnen die „Cats.com Fishy Five“.

Zusätzlich zu den oben genannten 10 schlechtesten Zutaten im Katzenfutter gibt es fünf weitere, über die Sie nach Ansicht unserer Experten zweimal nachdenken sollten:

1. Fisch

Eine Katze blickt neugierig auf einen Fischschwanz auf der Küchentheke

Fisch ist für Katzen weniger artgerecht als andere Proteinquellen. PakulinSergei / Shutterstock.com

Obwohl Fisch reich an Aminosäuren und gesunden Fetten ist, gilt er für Katzen als weniger artgerecht als Proteine wie Kaninchen oder Geflügel. Das liegt daran, dass Hauskatzen von Wüstenbewohnern abstammen, die sich überwiegend von kleinen Beutetieren wie Nagern und Vögeln ernährten. Dennoch liefert Fisch die essenziellen Aminosäuren, die Ihre Katze benötigt, sowie reichlich Omega-3-Fettsäuren, die Haut und Fell unterstützen.

Die beiden größten Bedenken bei Katzenfutter auf Fischbasis sind das Risiko von Nahrungsmittelallergien und eine mögliche Quecksilberbelastung. Auch wenn Nahrungsmittelallergien bei Katzen selten vorkommen, werden sie meist durch gängige Proteine wie Huhn, Rind, Milchprodukte und eben auch Fisch ausgelöst.

Quecksilber ist vor allem bei größeren Fischarten ein Problem – also bei solchen, die andere Fische fressen. Wir empfehlen daher Katzenfutter aus kleineren Fischarten wie Echtem Bonito als sicherere Wahl gegenüber Futtersorten aus größeren Arten wie Weißem Thun oder Gelbflossenthun. Meine Katze liebt das Aroma und den Geschmack von Echtem Bonito.

2. Getreide

Obwohl die Anatomie von Katzen auf die Verarbeitung tierischer Produkte ausgelegt ist, zeigen Forschungsergebnisse, dass Katzen durchaus Kohlenhydrate verdauen und Glukose zur Energiegewinnung nutzen können. Schließlich nehmen Wildkatzen über den Mageninhalt ihrer Beutetiere oft kleine Mengen pflanzlicher Nahrung auf. Entscheidend sind jedoch Verdaulichkeit und Nährwert.

Vollkornprodukte wie brauner Reis und Vollkornhafer sind raffinierten Körnern wie Mais und Weizen vorzuziehen. Sie sind reich an Ballaststoffen und Mikronährstoffen und liefern auch einige Aminosäuren. Ich persönlich wähle lieber Katzenfutter, das überwiegend aus tierischen Zutaten besteht, aber nahrhafte und gut verträgliche pflanzliche Lebensmittel wie Vollkornprodukte sind nicht schädlich.

3. Kaugummiverdicker

Stärke wird für die Herstellung von Trockenfutter benötigt, doch in Nassfutter kommen häufiger pflanzliche Extrakte zum Einsatz, die als Gummi bezeichnet werden. Gummis wie Guarkernmehl und Xanthan verhindern, dass sich die Zutaten während der Verarbeitung voneinander trennen.

Guarkernmehl, das aus der Guarbohne gewonnen wird, ist technisch gesehen eine Art Ballaststoff. Es ist nicht grundsätzlich schädlich, kann jedoch bei zu großer Menge den Stuhlgang einer Katze verändern. Manche Katzen bekommen weichen Stuhl oder haben häufiger Kotabsatz, wenn ihr Futter mit Guarkernmehl angedickt ist.

Xanthangummi ist ein Polysaccharid, das durch die Fermentation von Zucker mittels des Bakteriums Xanthomonas campestris entsteht. Wie Guarkernmehl dient es als Bindemittel und Verdickungsmittel und hilft dabei, dass Nassfutter seine Feuchtigkeit und Konsistenz behält. Einige Katzen reagieren empfindlich auf Xanthangummi; es kann Durchfall oder Erbrechen auslösen. Zudem gibt es Bedenken, dass das Gummi an den Zähnen haften bleiben und so das Wachstum von Bakterien fördern könnte, die bei Katzen zu Zahnproblemen führen.

Es gibt keine ausreichenden Beweise, um einen langfristigen Schaden durch Kaugummiverdicker zu bestätigen, aber Einzelberichte deuten darauf hin, dass diese Inhaltsstoffe bei manchen Katzen Verdauungsstörungen auslösen können. Ich empfehle, die Verdauung Ihrer Katze zu überwachen, wenn Sie mit Kaugummi verdickte Produkte füttern, und Ihren Tierarzt zu konsultieren, wenn Probleme auftreten.

4. Tierische Nebenprodukte

Der Begriff Nebenprodukt klingt zwar etwas abschreckend, aber nicht alle Nebenprodukte sind schlecht. Tierische Nebenprodukte sind schlicht die Teile eines Tieres, die nicht für den menschlichen Verzehr vorgesehen sind. Nach der Definition der AAFCO können tierische Nebenprodukte Organe, Blut und Knochen umfassen – jedoch keine Haare, Hörner, Zähne oder Hufe.

Auch wenn diese Zutaten nicht besonders appetitlich wirken, können Fleischnebenprodukte Ihrer Katze biologisch passende Proteine, Fette und wichtige Nährstoffe liefern. Das Problem liegt eher im unspezifischen Begriff „Fleisch“.

Hersteller müssen nicht angeben, aus welchen tierischen Nebenprodukten das Fleisch stammt, und die Nährstoffzusammensetzung kann von Charge zu Charge variieren. Ich lehne es zwar nicht grundsätzlich ab, wenn ein Katzenfutterrezept solche Zutaten enthält, aber Produkte, die sich stark auf tierische Nebenprodukte stützen, bringen oft andere Nachteile mit sich.

5. Pflanzenöle

Fett ist ein wesentlicher Bestandteil einer ausgewogenen Katzenernährung, doch wie beim Protein ist es aus biologischer Sicht am wertvollsten, wenn es aus tierischen Quellen stammt. Da pflanzliche Zutaten jedoch günstiger sind als tierische, stützen sich viele Katzenfutter hauptsächlich auf Pflanzenöle als zusätzliche Fettquelle.

Das Problem bei Pflanzenölen ist, dass Katzen die Enzyme fehlen, um pflanzliche Fette in die essenziellen Fettsäuren umzuwandeln, die sie benötigen. Zwar enthalten Pflanzenöle viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren (PUFAs), darunter Omega-3-Fettsäuren, doch liegen diese nicht in einer Form vor, die Ihre Katze so gut verwerten kann wie etwa Lachsöl.

Es gibt zudem Hinweise darauf, dass eine übermäßige Aufnahme von PUFAs bei Säugetieren den Bedarf an Vitamin E erhöht. Katzen, die einen Mangel an Vitamin E haben – einem fettlöslichen Vitamin –, können Muskelschwäche, Herzprobleme und Leberentzündungen entwickeln. Hohe Mengen pflanzlicher Fette werden in unseren Katzenfutterbewertungen deshalb stets im Verhältnis zu anderen Nährstoffen berücksichtigt.

Kein handelsübliches Katzenfutter ist perfekt, doch genau deshalb ist es so wichtig, gut informiert zu sein. Als Katzenhalter können Sie Ihrer Katze die sicherste und biologisch passendste Ernährung bieten, die in Ihrem Budget liegt.

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Kate Barrington

Kate Barrington ist eine Autorin mit über zwölf Jahren Erfahrung in der Heimtierbranche. Sie ist eine NAVC-zertifizierte Tierernährungsberaterin und hat an einer anerkannten Universität Kurse in therapeutischer Ernährung, Rohfütterung und der Zusammenstellung von hausgemachtem Futter für Haustiere absolviert. Kate kocht, liest und macht gerne Heimwerkerprojekte. Sie hat drei Katzen: Bagel, Munchkin und Biscuit.