
Es gibt zahlreiche Materialien und Ressourcen über Kätzchen, aber woher wissen Sie, ob Sie bei der Fütterung Ihres wunderschönen neuen Kätzchens alles richtig machen?
Lesen Sie weiter, um mehr über die Ernährung von Katzen zu erfahren und zu verstehen, warum es so wichtig ist, dass jedes Kätzchen während seines Wachstums die passende Nahrung erhält.
Kurz gesagt schauen wir uns an, warum Kätzchen kein Futter für ausgewachsene Katzen bekommen sollten.
Fangen wir damit an zu betrachten, was ein Kätzchen eigentlich – nun ja … zu einem Kätzchen macht!
Alles über die Lebensphase von Kätzchen

Junge Kätzchen durchlaufen eine Phase schnellen, intensiven Wachstums, die eine spezielle Ernährung erfordert.
Es gibt drei klar definierte (und vier weniger allgemein anerkannte) Lebensphasen, die alle Katzen im Laufe ihres Lebens durchlaufen. Diese sind:
- Wachstum
- Erwachsen
- Senior
- Geriatrie
Die Phase der älteren bzw. geriatrischen Katze wird in manchen Fachkreisen noch immer als umstritten angesehen, doch wir konzentrieren uns heute auf das Wachstums- bzw. Kätzchenstadium. Dieses beginnt mit der Geburt und endet, wenn das Wachstum im Alter von etwa 10 bis 12 Monaten abgeschlossen ist.
In den ersten vier Lebenswochen sollten Kätzchen ihren gesamten Nährstoffbedarf über die Muttermilch decken können. Ab etwa der vierten Woche beginnt die Entwöhnung, und Kätzchen sollten langsam an feste Nahrung herangeführt werden. In den folgenden vier Wochen sollte der Schwerpunkt eher auf Nass- bzw. Dosenfutter als auf Trockenfutter liegen, da die kleinen Zähne von Kätzchen Trockenfutter noch schwer kauen können – Nassfutter ist schlicht leichter zu fressen.
Mit zwei Monaten sollten Kätzchen vollständig entwöhnt sein und ausschließlich handelsübliches Kätzchenfutter bekommen, egal ob Nassfutter, Trockenfutter oder eine Kombination aus beidem.
Während der ersten 24 Lebenswochen durchlaufen Kätzchen ihre intensivste Wachstumsphase. Auch wenn sie mit etwa sechs Monaten äußerlich ausgewachsen wirken, entwickeln sie sich innerlich weiterhin stark weiter.
Tatsächlich nehmen Kätzchen im ersten Lebensjahr bis zu 40- bis 50-mal so viel zu wie bei ihrer Geburt. Deshalb ist es so wichtig, sie bis zum abgeschlossenen Wachstum mit geeigneter Milchnahrung zu versorgen.
Kätzchen füttern: Die wichtigsten Nährstoffe für das Wachstum

Eine ausgewogene Ernährung für Kätzchen enthält normalerweise Proteine aus verschiedenen Quellen.
Protein ist der wichtigste Baustein für das Wachstum. Als reine Fleischfresser haben Katzen einen besonderen Proteinbedarf, und für heranwachsende Kätzchen ist dieser Bedarf noch entscheidender. Protein ist grundlegend für die Bildung von Muskeln, Haut, Fell, Nägeln und inneren Organen sowie für Zellwachstum, Zellreparatur und -regeneration. Zudem bildet es die Basis für Hormone, Enzyme und Antikörper, die für ein gesundes Immunsystem notwendig sind. Kurz gesagt: Protein ist unverzichtbar!
Aminosäuren, die Grundbausteine von Proteinen, werden in essentielle und nicht-essentielle eingeteilt. Essentielle Aminosäuren müssen über die Nahrung aufgenommen werden, da der Körper sie nicht selbst herstellen kann. Für Kätzchen und Katzen müssen diese Quellen tierischen Ursprungs sein.
Da jedoch keine einzelne Futter- oder Proteinquelle alle benötigten Aminosäuren liefert, enthalten ausgewogene Katzenfuttersorten in der Regel Proteine aus mehreren Quellen – es sei denn, passende Ergänzungsmittel werden hinzugefügt.
Die Ernährung junger Kätzchen muss mindestens 30 % Protein in der Trockenmasse (DM) enthalten. Das bedeutet, dass die trockenen Bestandteile eines Futters – also nachdem das gesamte Wasser entzogen wurde – zu mindestens 30 % aus Protein bestehen sollten.
Erwachsene Katzen benötigen hingegen mindestens 25 bis 26 % Protein auf Trockenmassebasis, abhängig davon, ob das Futter in Europa oder den USA hergestellt wurde. Wichtig ist, dass dies Mindestanforderungen sind – viele Katzen- und Kätzchenfuttersorten auf dem Markt enthalten deutlich höhere Proteinwerte.
Ein weiterer entscheidender Nährstoff für wachsende Kätzchen ist Fett. Der Hauptgrund dafür ist der hohe Energiegehalt: Fett liefert 2,5-mal mehr Energie als Proteine oder Kohlenhydrate. Und junge, schnell wachsende Kätzchen brauchen erheblich mehr Energie für ihr Wachstum als ausgewachsene Katzen.
Einer der Vorteile dieser hohen Kaloriendichte besteht darin, dass kleinere Portionen ausreichen, um genügend Energie in ausgewogenen Nährstoffmengen bereitzustellen, ohne den kleinen Magen zu überlasten. Etwa 30 % des Energiebedarfs von Kätzchen sollten tatsächlich durch Protein gedeckt werden.
Die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA gelten zwar nicht als essentielle Nährstoffe für heranwachsende Kätzchen, sind jedoch entscheidend für eine optimale Gehirn- und Netzhautfunktion. Für ein gesundes Wachstum wird daher ein Kätzchenfutter empfohlen, das angemessene Mengen an DHA und EPA enthält.
Außerdem spielt Fett eine wichtige Rolle für den Geschmack bzw. die Schmackhaftigkeit eines Futters und unterstützt die Aufnahme und Speicherung fettlöslicher Vitamine, wie zum Beispiel vorgebildetem Vitamin A. Vitamin A ist, ebenso wie die Fettsäure Arachidonsäure, ein weiterer zentraler Nährstoff für alle Kätzchen und erwachsenen Katzen.
Die Qualität der Zutaten ist von grundlegender Bedeutung
Abgesehen von den verschiedenen Nährstoffen, die heranwachsende Kätzchen benötigen, sind sowohl die Quelle als auch die Qualität dieser Nährstoffe entscheidend für ein gesundes Wachstum.
Kätzchen müssen die Nährstoffe aus ihrem Futter gut aufnehmen können, sobald dieses im Körper abgebaut und verstoffwechselt wird. Das bedeutet, dass Kätzchenfutter so formuliert sein muss, dass es eine ausreichende Bioverfügbarkeit und Verdaulichkeit bietet. Dafür ist eine entsprechend hohe Qualität der Zutaten notwendig.
Ein hilfreicher Qualitätsindikator bei Katzenfutter ist, ob die im Etikett angegebene Proteinquelle tierischen Ursprungs und klar erkennbar ist – etwa Lachs, Lamm oder Huhn – oder ob es sich um pflanzliche bzw. getreidebasierte Proteinquellen handelt.
Obwohl pflanzliche oder getreidebasierte Proteinquellen ebenfalls Aminosäuren enthalten, die grundsätzlich zum notwendigen Nährstoffprofil beitragen könnten, ist bekannt, dass Katzen ihre essentiellen Aminosäuren aus tierischen Quellen beziehen müssen.
Ein weiterer Hinweis auf gute Qualität ist das Etikett. Kommerziell hergestelltes Katzenfutter sollte immer einen Hinweis enthalten wie: „Erfüllt die von der American Association of Feed Control Officials (AAFCO) festgelegten Ernährungsanforderungen für Kätzchen“ oder „Vollständige und ausgewogene Ernährung für Kätzchen basierend auf Fütterungsversuchen der AAFCO.“
In Europa würde das entsprechende Etikett auf die FEDIAF (European Pet Food Industry Federation) verweisen, den europäischen Verband der Tierfutterindustrie.
Was ist mit Kalzium und Phosphor?

Kätzchen brauchen Kalzium und Phosphor, aber nur in ganz bestimmten Mengen.
Wachsende Kätzchen müssen sehr schnell Knochen und Muskeln aufbauen und benötigen daher mehr Kalzium und Phosphor in ihrer Nahrung als ausgewachsene Katzen. Wichtig ist jedoch, dass das Verhältnis dieser beiden Mineralstoffe sehr empfindlich ist und innerhalb einer engen Sicherheitsspanne bleiben muss.
Kommerziell hergestelltes Katzenfutter wird so formuliert, dass es diesen Bedarf während des Wachstums zuverlässig deckt. Aus diesem Grund sollten Katzenfutter niemals zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel beigemischt werden. Wenn Kalziumpräparate zu kommerziellem Katzenfutter hinzugefügt werden, besteht ein erhebliches Risiko, versehentlich Knochen-, Zahn- oder andere Wachstumsstörungen zu verursachen.
Lesen Sie auch: So reinigen Sie die Katzentoilette Ihrer Katze







