Die verschiedenen Typen von schwarz-weißen Fellmustern bei Katzen

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Obwohl Schwarz zu den häufigsten Fellfarben bei Katzen gehört, begegnet man unseren schwarz-weißen Gefährten ebenfalls recht häufig. Zweifarbige Katzen finden sich bei verschiedenen Rassen und sind auch unter Hauskatzen mit Mischlingshintergrund eine gängige Farbkombination.

Zwar lässt sich die Rasse einer Katze nicht allein am schwarz-weißen Fellmuster ablesen, doch die kontrastreichen Farben können Hinweise auf die genetische Veranlagung geben. Wenn man sich schwarz-weiße Katzen genauer anschaut, fällt auf, wie unterschiedlich die Farbverteilung und die Anordnung der Flecken auf dem Körper ausfallen können.

Es gibt zahlreiche Varianten schwarz-weißer Katzen. Wir unterstützen Sie dabei, die verschiedenen Fellmuster zu erkennen.

Fakten zur zweifarbigen Katze

Alle schwarz-weißen Katzen werden als zweifarbige oder gescheckte Katzen bezeichnet. Diese Einordnung umfasst alle Katzen, deren Grundfarbe mit einem beliebigen Anteil an weißem Fell kombiniert ist. Zu den Grundfarben zählen Grau, Creme, Braun und – am häufigsten – Schwarz. Der Begriff „gescheckt“ kann sich übrigens auch auf andere Tierarten beziehen, darunter Pferde, Vögel, Schweine und sogar Schlangen.

Wie bei allen Fellmustern von Katzen liegt auch das schwarz-weiße zweifarbige Muster in der Genetik begründet. Solche Muster entstehen, wenn eine Katze mindestens ein Allel des sogenannten „Weißflecken-Gens“ erbt. Dieses Gen ist unvollständig dominant und kann sich unterschiedlich ausprägen – abhängig davon, wie viele dominante und rezessive Allele die Katze von ihren Elterntieren erhält.

Wenn zum Beispiel zwei dominante Allele für weiße Flecken vorhanden sind, bedeckt das weiße Fell meist mehr als die Hälfte des Katzenkörpers. Eine Kombination aus einem dominanten und einem rezessiven Gen führt dagegen häufig zu einer eher gleichmäßigen Verteilung von weißem und dunklem Fell.

Auch wenn die Einteilung zweifarbiger Fellmuster keine exakte Wissenschaft ist, haben Fachleute eine Skala für weiße Flecken entwickelt. Diese dient dazu, verschiedene Muster im Fell leichter einordnen zu können.

  • Niedrige Qualität – weniger als 40 % Weiß
  • Mittelgradig – 40%-60% weiß
  • Hochwertig – Mehr als 60% Weiß

Die Cat Fanciers Association bewertet zweifarbige Katzen auf einer Skala von 1 bis 10. Eine Katze mit dem niedrigsten Wert auf der Skala hat keinerlei weiße Flecken, während eine Katze mit dem Höchstwert von 10 vollständig weiß ist.

Es gibt zudem ein Muster, das mit dieser Skala und der Verteilung des weißen Fells zusammenhängt. In vielen Fällen zeigen Katzen mit einem niedrigen Wert nur wenige weiße Stellen, meist an Brust oder Bauch. Mit steigendem Wert breitet sich das weiße Fell zunächst auf die Vorderpfoten aus, dann auf die Körperseiten und schließlich auf Beine und Gesicht. Bedenken Sie jedoch, dass dies keine feste Regel darstellt.

Während sich zweifarbige Katzen im Tierheim meist problemlos finden lassen, verfolgen Züchter gezielt bestimmte Zuchtpläne, um Kätzchen mit gewünschten schwarz-weißen Mustern zu erhalten. Rassen wie Türkisch Van, Britisch Kurzhaar, Amerikanisch Kurzhaar, Manx und Türkisch Angora gehören zu denjenigen, deren anerkannte Rassestandards auch zweifarbige Fellzeichnungen einschließen.

Schwarz-weiße Katzenfellmuster

Es gibt keine verlässliche Methode, um das Fellmuster einer ungeborenen Katze genau vorherzusagen, da das Erscheinungsbild des zweifarbigen Musters stets von mehreren Genen beeinflusst wird. Die Abgrenzung der verschiedenen schwarz-weißen Fellmuster ist nicht immer eindeutig oder einfach – dennoch lassen sich die häufigsten Markierungen und Muster anhand grundlegender Merkmale beschreiben.

1. Medaillon

Eine sogenannte Locket-Katze wird auf der Skala der weißen Flecken als niedrig eingestuft und besitzt lediglich einen kleinen Bereich mit weißem Fell. Dieses weiß gefärbte Haar erscheint meist in Form eines Flecks, Punktes oder schmalen Streifens und befindet sich typischerweise auf der Brust der Katze.

So entsteht der Eindruck, als würde die Katze ein Medaillon um den Hals tragen. Auch eine Katze mit einem kleinen weißen Fleck am Bauch kann als Medaillonkatze bezeichnet werden.

2. Smoking

Diese eleganten Katzen gehören vermutlich zu den beliebtesten unter den schwarz-weißen Samtpfoten. Das weiße Fell an Brust, Bauch und Pfoten verleiht ihnen das Aussehen, als würden sie ihre schickste Abendgarderobe tragen.

Mitunter zeigen Smokings auch weiße Abzeichen im Gesicht. Wenn du eine Smokingkatze erkennst, denk daran: Stil kennt viele Farben. Eine Katze muss nicht zwingend schwarz-weiß sein, um als Smoking zu gelten. Dieses Fellmuster tritt auch bei grau-weißen Katzen auf – und sogar getigerte Katzen können das typische Smokingmuster zeigen.

3. Echte Zweifarbigkeit

Obwohl der Begriff Bicolor häufig als Oberbegriff für alle Katzen mit zwei Fellfarben verwendet wird, bezeichnet eine „echte“ Bicolor-Katze ein Tier mit ungefähr gleichem Anteil an weißem Fell und einer weiteren Farbe. Solche Katzen liegen im mittleren Bereich der Weißfleckenskala. In den meisten Fällen ist das farbige Fell in klar abgegrenzten Flecken vorhanden, die gleichmäßig über den Körper verteilt sind.

4. Harlekin

Das Fellmuster der Harlekinkatze, die mitunter auch als Kuhkatze oder Dalmatinerkatze bezeichnet wird, lässt sich an kleinen, zufällig verteilten Flecken und Farbtupfern auf überwiegend weißem Fell erkennen. Diese Flecken können einen Großteil des Körpers bedecken, ohne dass ein erkennbares Muster entsteht. Im Gegensatz zu getigerten Katzen mit gleichmäßigen Streifen oder Wirbeln oder Tuxedo-Katzen mit großen farbigen Flächen weisen Harlekinkatzen kein regelmäßiges Farbverteilungsmuster auf.

5. Maske und Mantel

Maske und Mantel bezeichnen ein spezielles Fellmuster, bei dem die Katze farbiges oder dunkles Fell rund um Augen, Ohren und Stirn trägt. Das weiße Fell beginnt typischerweise an der Nase und verläuft weiter über Kinn, Hals und Brust. Dadurch entsteht der Eindruck, als sei die Katze für einen Maskenball herausgeputzt. Manche dieser maskierten Samtpfoten tragen zusätzlich einen „Mantel“ – ein farbiges Fellmuster, das wie ein Umhang über Schultern und Oberkörper liegt. Eine Katze kann entweder nur eine Maske, nur einen Mantel oder beides aufweisen.

6. Kappe und Sattel

Die Fellmuster von Kappe und Sattel ähneln denen von Maske und Mantel. Statt einer vollständigen Maske besitzt eine Katze mit Kappe einen farbigen Fleck, der oberhalb der Augen beginnt. Der Sattel stellt eine kleinere Variante des Mantels dar. Er bedeckt nicht die Schultern, sondern liegt mittig auf dem Rücken – fast so, als würde die Katze einen echten Sattel tragen.

Weitere schwarz-weiße Mantelmuster

Katzenfellmuster lassen sich nicht immer eindeutig einordnen, und es kommt vor, dass schwarz-weiße Katzen Zeichnungen zeigen, die in keine der genannten Kategorien passen. Solche Varianten sind zwar selten, aber durchaus möglich. Ein Beispiel ist das sogenannte Van-Muster, das typischerweise bei der Katzenrasse Türkisch Van auftritt – oder bei Katzen, die diese Rasse irgendwo in ihrer Abstammungslinie haben.

Diese Tiere sind überwiegend weiß und zeigen lediglich kleine schwarze Streifen oder Flecken am Kopf. Auch der Schwanz ist in der Regel schwarz, während der restliche Körper weiß bleibt. Daneben gibt es auch sogenannte „Skunk“-Katzen, die einen weißen Streifen entlang der Wirbelsäule tragen.

Laut der Cat Fanciers Association können auch schwarz-weiße Katzen gesundheitliche Besonderheiten aufweisen. Eine bekannte Erkrankung ist Vitiligo – sie führt zu Pigmentverlust, der meist an den Pfoten oder im Gesicht sichtbar wird.

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Amber King

Ambers Karriere als Tierautorin begann, als ihr willensstarker und verständlicherweise ängstlicher Rettungshund Copper sie dazu inspirierte, über ihre Erfahrungen bei der Ausbildung und Liebe eines so geliebten Familienmitglieds zu schreiben. Seitdem hat sie weitere Hunde, Katzen, Pflegekatzen und Hühner in ihr Leben aufgenommen. Sie nutzt ihre Erfahrungen mit ihren eigenen Haustieren sowie die Erkenntnisse, die sie durch ihre ehrenamtliche Arbeit in Tierheimen gewonnen hat, um anderen Tierbesitzern zu helfen, ihre pelzigen besten Freunde besser zu verstehen und sich um sie zu kümmern.