Katzengras: Was es ist und wie man es anbaut

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Katzen fressen Gras

Shutterstock.com

Obwohl Katzen Fleischfresser sind, knabbern viele von ihnen gern an Pflanzen oder Gras. Doch der Verzehr von Pflanzenmaterial ist nicht immer unbedenklich für Katzen.

Einige Zimmerpflanzen und Blumen sind giftig für sie, und das Gras im Garten kann mit schädlichen Düngemitteln, Pestiziden oder Unkrautvernichtern belastet sein. Zum Glück gibt es eine sichere Alternative: Katzengras.

Was ist Katzengras?

Katzengras – manchmal auch einfach „Katzengras“ genannt – ist ein spezielles, katzensicheres Gras, das als kleiner Snack oder Leckerbissen für Wohnungskatzen gedacht ist. Es kann bereits fertig gewachsen gekauft werden, oder als Set mit Schale oder Samentüte, das man zu Hause selbst gießt und direkt im Behälter keimen lässt.

Der Begriff „Katzengras“ bezeichnet dabei keine bestimmte Grasart, sondern steht allgemein für verschiedene Grasarten, die für Katzen unbedenklich und nahrhaft sind.

Beliebte Sorten sind unter anderem Weizengras, Hafergras, Weidelgras, Gerstengras, Luzernegras und Flachsgras.

Katzengras ist nicht zu verwechseln mit Katzenminze (Nepeta cataria) – einem Minzgewächs, das auf viele Katzen eine berauschende Wirkung hat.

Wo kann man Katzengras kaufen?

Katzengras ist an mehr Orten erhältlich, als man vielleicht vermuten würde.

Neben den meisten Tierbedarfsgeschäften bieten auch viele Tierarztpraxen, Supermärkte, Baumärkte und Gärtnereien bereits gekeimtes Gras an. Alternativ kann man auch Sets kaufen, um das Gras ganz einfach zu Hause selbst anzubauen.

Katzengras-Sets sind bei Online-Händlern wie Amazon, Chewy oder Petco erhältlich und enthalten alles, was man zum Anzüchten von Katzengras braucht – inklusive Behälter (Schale, Beutel oder Kiste), Erde und Samen. Man muss nur noch Wasser hinzufügen und für ausreichend Sonnenlicht sorgen.

Katze frisst Gras

Viele Katzen knabbern gerne Katzengras, was sicherer ist, als an Ihren Zimmerpflanzen zu knabbern. Shutterstock.com

Wie man Katzengras anbaut

Wer es sich besonders einfach machen möchte, kauft im Zoofachhandel einfach eine Schale mit bereits fertig gezogenem Katzengras. Falls kein fertig angebautes Katzengras verfügbar ist, kann man stattdessen ein Katzengras-Set nehmen und die Anweisungen auf der Verpackung befolgen.

Diese Anleitungen können je nach Set leicht variieren.

Beginnen Sie mit dem Befeuchten des Grases

Um Katzengras anzuziehen, befeuchtet man die Samen in der Regel zunächst mit etwas Wasser und wartet, bis sie keimen. Dieser Vorgang dauert je nach Bedingungen meist einige Tage bis etwa eine Woche.

Täglich leicht gießen

Gießen Sie das gekeimte Katzengras täglich leicht. Die Erde sollte stets feucht, aber nicht durchnässt sein. Eine Sprühflasche hilft dabei, die Wassermenge gut zu dosieren. Platzieren Sie das Katzengras an einem warmen Ort in der Wohnung, der indirektes Sonnenlicht erhält.

Vermeiden Sie direktes Sonnenlicht

Direktes Sonnenlicht sollte vermieden werden, da das Katzengras sonst verbrennen kann.

Lass es wachsen

Lassen Sie Ihre Katze erst dann am Katzengras knabbern, wenn es ausreichend gewachsen ist – idealerweise etwa 10 bis 15 cm hoch. In der Regel dauert es ein bis zwei Wochen, bis das Gras diese Größe erreicht hat.

Machen Sie Ihren eigenen Katzengrasgarten

Katzenhalter mit einem grünen Daumen können Katzengras unter Umständen auch selbst zu Hause anbauen – ganz ohne spezielles Katzengras-Set.

Beginnen Sie mit Samen

Kaufen Sie einfach Katzengrassamen einer für Katzen unbedenklichen Sorte – etwa Weizen, Hafer, Roggen, Gerste, Luzerne oder Flachs. Füllen Sie einen Behälter mit Blumenerde, streuen Sie die Samen darauf und gießen Sie vorsichtig etwas Wasser.

Wählen Sie Ihren Standort

Achten Sie darauf, dass der gewählte Behälter tief genug ist, damit die Wurzeln ausreichend Platz haben, und über Abflusslöcher für eine gute Entwässerung verfügt. Stellen Sie den Behälter an einen Platz mit indirektem Sonnenlicht und besprühen Sie die Erde täglich leicht mit Wasser, bis die Samen zu keimen beginnen.

Warten Sie geduldig

Sobald das Katzengras eine Höhe von 10 bis 15 Zentimetern erreicht hat, kann Ihre Katze daran knabbern.

Sie können entweder eine einzelne Sorte anbauen oder verschiedene Katzengrassamen mischen, um eine abwechslungsreiche Mischung zu erhalten. Alternativ lässt sich auch ausprobieren, verschiedene Grasarten in separaten Behältern zu ziehen – so finden Sie heraus, welche Sorte Ihrer Katze am besten schmeckt.

Tipp: Pflanzen Sie die verschiedenen Sorten zeitlich versetzt an, damit Ihrer Katze stets frisches Katzengras zur Verfügung steht.

Katze mit Katzengras

Bewässern Sie Katzengras leicht und sorgen Sie dafür, dass es indirektem Sonnenlicht ausgesetzt ist. Shutterstock.com

So halten Sie das Gras Ihrer Katze gesund

Das Wichtigste bei der Pflege von Katzengras ist, Schimmelbildung zu vermeiden. Achten Sie darauf, nicht zu viel zu gießen – übermäßige Feuchtigkeit ist der häufigste Grund für Schimmel.

Kontrollieren Sie das Katzengras täglich auf Schimmel. Entsorgen Sie es sofort, sobald erste Anzeichen auftreten. Gesundes, gut gepflegtes Katzengras hält in der Regel zwischen einer und drei Wochen. Wenn die Spitzen trocken oder leicht gelb werden, schneiden Sie einfach etwa 2,5 cm von der Graslänge ab.

Sobald das Katzengras zu welken beginnt oder sich großflächig gelb verfärbt, ist es Zeit, es zu entsorgen. Schimmelndes Katzengras sollte grundsätzlich immer weggeworfen werden.

Alternativen zu Katzengras

Falls Sie keine Katzengrassamen finden, Ihre Katze kein Interesse an Katzengras zeigt oder Sie einfach etwas anderes ausprobieren möchten, können Sie stattdessen Katzenminze anpflanzen oder einen katzensicheren Kräutergarten anlegen. Katzenminze lässt sich unkompliziert zu Hause ziehen – und viele Katzen reagieren sowohl auf frische als auch auf getrocknete Katzenminze.

Ein kleiner Kräutergarten auf der Fensterbank kann nicht nur anregend für Ihre Katze sein, sondern versorgt Sie auch mit frischen Kräutern zum Kochen. Wichtig: Manche Kräuter sind für Katzen giftig. Verwenden Sie daher ausschließlich katzensichere Sorten wie Basilikum, Rosmarin, Thymian und Petersilie. Achten Sie zudem darauf, dass Ihre Katze nur kleine Mengen frisst – zu viel davon kann zu Magenbeschwerden führen.

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Jackie Brown

Jackie Brown ist leitende Inhaltsredakteurin im Redaktionsteam von cats.com. Sie schreibt außerdem über alle Themen rund um Haustiere und Veterinärmedizin, darunter allgemeine Gesundheit und Pflege, Ernährung, Fellpflege, Verhalten, Training, Veterinär- und Gesundheitsthemen, Rettung und Tierschutz, Lebensstil und die Mensch-Tier-Bindung. Jackie ist ehemalige Redakteurin zahlreicher Haustiermagazine und schreibt regelmäßig Beiträge für Haustiermagazine und Websites.